Au Pair, eine der günstigsten Möglichkeiten zu reisen

Kurz bevor ich meine wwoofing farm verlassen wollte, habe ich mich auf einer web site `babysits`, registriert und dort geschaut ob Familien im Umkreis von Queenstown einen kurz zeitigen Babysitter oder eine Nanny suchen.

Tatsächlich habe ich eine vierköpfige Familie im Shotover Country, ungefähr 15 Minuten außerhalb von Queenstown, gefunden und gleich kontaktiert. Einige Tage später hat mich Sunny, die Mutter, angerufen. Wir haben kurz darüber gesprochen wann ich Anfangen kann, was meine Aufgaben wären und wieviel ich verdienen könnte. Als diese Sachen abgesprochen waren und mir Sunny recht sympathisch vorkam, hat sie mir die Adresse des Treffpunktes in Queenstown mitgeteilt, wo mich ihr Mann in einem kleinen schwarzen Toyota zwei Tage später abholte.

Die beiden Mädchen, Eva-May (5 Jahre) und Penelope (3 Jahre) haben schon sehr gespannt an den Fenstern gewartet und mich herzlich willkommen geheißen.

Wie man sieht war es eine sehr spontane Aktion die auch, für beide Seiten viel Vertrauen brauchte und ein gewisses Risiko darstellte, da wir uns bis auf das kurze Gespräch und Angaben in unseren Profilen nicht kannten und nicht wussten was uns erwartet.

Ich bereue meine Entscheidung definitiv kein bisschen! Besseres Glück mit meiner Familie hätte ich gar nicht haben können. Die Mädchen waren einfach nur bezaubernd und der Lifestyle der Familie hat auch super gepasst. Zwei mal wöchentlich haben wir eine organic Foodbox, mit saisonalem Obst und Gemüse aus der Region bekommen, generell wurde hauptsächlich pflanzenbasiert gegessen.

Die Familie war auch sehr aktiv und sportlich was man anhand der Snowboard Ausrüstung, surfboards und Mountainbikes sehen konnte. Letzteres durfte ich mir auch nach meiner Arbeit ausleihen und die Gegend erkunden. Von Sunny konnte ich auch eine Menge lernen und sie hat mir super leckere, vegane Sandwiches aus Vollkornbrot und mit Avocado, Kichererbsen und geräucherter roten Beete oder andere Kombinationen aus ihrem kleine Shop mitgebracht, den ich an einem Tag mit den Mädels besucht habe.

Außerdem hat sie auch natürliche und nachhaltige Sonnencreme hergestellt und verkauft, nur bestehend aus Shea Butter, Karrottenöl, Bienenwax, Vitamin E Öl und Kokosöl. Wie man sieht hätte die Familie gar nicht besser passen können.

Meine Aufgabe war es auf die Mädels von 8 Uhr morgens bis um 3 oder 4 nachmittags, für 5 Tage die Woche aufzupassen, zu spielen, Fahrrad zu fahren, basteln, malen, essen zu machen oder Kleinigkeiten wie Wäsche waschen, aufhängen oder abnehmen. Dafür habe ich 5 Dollar die Stunde bekommen und natürlich ein Zimmer und wurde mit sehr gutem Essen versorgt.

Normalerweise bewirbt man sich viel früher auf Stellen als Au pair und bleibt auch um einiges länger. Ich war in dieser Familie für nur zwei Wochen, was eigentlich für minimum einen Monat bis einem Jahr geplant wird.

Das gute am Au pair sein und was es auch so günstig macht ist, man gibt kein Geld aus, für Lebensmittel oder Unterkunft, bekommt sogar noch Taschengeld und unternimmt sehr oft Ausflüge mit seiner Gastfamilie, für die man wieder nichts ausgeben muss.

Man kann, wie man sieht jede beliebige Dauer bleiben und auch spontan entscheiden ein Au pair zu sein. Das gibt einem auch die Möglichkeit mehr zu reisen, in vielleicht mehreren Familien zu arbeiten und somit verschiedene Lebensweisen kennen zu lernen und mehr von dem jeweiligen Land oder auch verschiedenen Ländern zu sehen.

Wenn man ein Land und seine Kultur besser kennenlernen will ist diese Art zu reisen sehr optimal, da man die Sprache besser lernt und Traditionen miterleben kann, was bei anderen Sachen wie Work and Travel oder WWoofing eher weniger der Fall ist.

Also wenn man gut mit Kindern umgehen kann, sollte man Au pair sein auf jeden Fall in Erwägung ziehen.

2 comments

  1. Ups – sehr interessant, wenn alles vereinbar ist. Die Welt ist eben voller Überraschungen. Wir freuen uns, wenn es so gut klappt. Hier waren die Ompas – schöne Woche….!

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *