Wwoofing in Neuseeland

Für alle, die nicht wissen was Wwoofing ist: Wwoofing (World wide opportunities on organic farms) bedeutet, dass man auf einer Farm, unterschiedlichster Art (Pferdehof, Schaffarm, typischer Bauernhof oder Garten), meist für 4 Stunden pro Tag für freie Unterkunft und Verpflegung aushilft, dabei aber kein Geld bekommt.

Genau das wollte ich auch einmal ausprobieren, und habe mich zuerst auf einer Webseite (wwoof.nz) registriert und hatte dort einen Überblick über alle Farmen, die wwoofing in Neuseeland anbieten. Das Gute dabei war, dass man diese auf einer Landkarte sehen konnte und sich dann, je nach seiner Planung, die gewünschte Farm aussuchen und anschreiben konnte.

Meiner Planung nach sollte diese Farm in der Umgebung von Queenstown sein. Also habe ich einige von den aufgelisteten Farmen angeschrieben. Die meisten haben jedoch keinen wwoofer aufgenommen, da ich über Weihnachten und Neujahr einen Platzt gesucht hatte. Aber eine Farm hatte sich zurückgemeldet.

Also bin ich am 22. Dezember in einen kleinen Ort, Glenorchy, zu meiner wwoofing-Farm gefahren. Ursprünglich wollte ich dort für 5 Wochen bleiben, habe mich dann aber doch aus einigen Gründen, dafür entschieden nur 3 Wochen zu bleiben.

Die Familie, der die Farm gehörte, war super lieb und sehr beeindruckend. Caro hatte diese Farm vor 10 Jahren allein aufgebaut. Es war alles komplett selbst versorgt. Das Wasser aus dem Hahn kam aus einer Quelle von den Bergen, der Strom kam von zwei großen Solarplatten, es gab kein warmes Wasser und eine Komposttoilette im Wald. Als Schlafplatz habe ich ein Zelt bekommen, den Standort konnte ich mir aussuchen.

Also habe ich mein Zelt mit Blick auf die schneebedeckten Berge platziert. Dies war eine sehr gute, private und total ruhige Alternative zu geteilten Hosteldorms (Hostelräume). Keine schnarchenden Mitbewohner, früh Abreisenden oder spät Ankommenden Menschen,  einfach nur Stille!

Die Familie ist von ihrem Grundstück zu einem anderen, nahe gelegenen, gezogen. Also war unsere Aufgabe alle Pflanzen aus und umzugraben, manche zu ernten (wie Kartoffeln und Knoblauch), Hütten und Hochbeete auseinander zu nehmen und Steine sowie Holz zu transportieren und zu sortieren. Eine meiner Aufgaben war es, mich um ein krankes Pferd zu kümmern, was ich natürlich super gerne gemacht habe. Wie man sich schon vorstellen kann, ziemlich harte und auch lange Arbeit. Normalerweise arbeitet man ca. 4-5 Stunden pro Tag, bei mir waren es dann schnell einmal 7-8 Stunden, 6 Tage die Woche!

Es war eine sehr gute Erfahrung und ich habe auch super liebe, neue Wwoofer/ Menschen kennengelernt. Aber durch die erst erwähnten Umstände, habe ich mich dann entschieden, nach drei Wochen abzureisen, was definitiv die richtige Entscheidung war.

Man sollte es durchaus einmal ausprobieren. Die meisten, mit denen ich mich unterhalten habe, haben super gute Erfahrungen gemacht. Einfach ausprobieren und wenn es doch nicht passt oder zu viel wird, kann man einfach abreisen, da es keine festen Arbeitsverträge gibt.

Für die Registrierung dieser Seite (wwoofing.co.nz) bezahlt man eine jährliche Gebühr von ungefähr 40 NZ Dollar. Es gibt auch ähnliche Seiten die aber weltweit Arbeitgeber vermitteln wie workaway.info, helpx.net oder worldpackers.com bei denen man auch einen jährlichen Beitrag zahlt.

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